- Startseite
- DE
- Unser Einfluss
- ProspeKtive
ProspeKtive
Die Gebäude von morgen nach innovativen Nutzungsmöglichkeiten und neuen Interaktionen zu gestalten, erfordert die Nutzung akademischer Forschung. Da wir an die Kraft der Zusammenarbeit und an die Offenheit der Ideen glauben, teilen wir hier mit Ihnen die von unseren Experten geleiteten Forschungsarbeiten.
zur Titelzeile!
Was wäre, wenn das Problem nicht der verfügbare Platz wäre?
Wann immer über die Gleichstellung von Menschen mit Autismus am Arbeitsplatz diskutiert wird, tauchen immer wieder dieselben Empfehlungen auf: Lärm reduzieren, die Beleuchtung regulieren, ruhige Räume schaffen und sensorische Reize begrenzen. Ist das wirklich der Kern des Problems? Reicht es aus, einfach nur den Arbeitsplatz neu zu gestalten?
Stadtplanung und psychische Gesundheit
Lange Zeit wurde das Thema Gesundheit in der Stadtplanung aus der Perspektive physischer Faktoren betrachtet: Luftqualität, körperliche Aktivität und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese Aspekte sind nach wie vor von entscheidender Bedeutung. In der wissenschaftlichen Literatur vollzieht sich jedoch derzeit ein Wandel: Die psychische Gesundheit entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Dimension der Umweltgesundheit.
Lernen auf dem Land: Gedanken über ein ländliches Ausbildungszentrum
Das Netzwerk der „Maisons Familiales Rurales“ (MFR) zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch seine ländlichen Standorte aus. Das bedeutet, dass unsere Ausbildungszentren in unterschiedlicher Entfernung zu den großen städtischen Zentren liegen. In einem hart umkämpften Ausbildungssektor mögen solche Standorte auf den ersten Blick für die jungen (und nicht mehr ganz so jungen) Menschen, die wir bei uns willkommen heißen, wenig attraktiv erscheinen. Die MFR in Maltot liegt nur wenige Kilometer von Caen entfernt und ist ausschließlich über die Straße zu erreichen. Zwar bildet es zweifellos angehende Fachkräfte in den Bereichen Landwirtschaft oder Landschaftsbau aus – die naturgemäß mit dem ländlichen Leben vertraut sind –, doch auch angehende Fachkräfte in den Bereichen Pflege, Sicherheit oder Verkauf, die sich vielleicht eher zu einem städtischeren Ausbildungsprogramm hingezogen fühlen. Dennoch zieht unser Standort junge Menschen an, und sobald sie hier sind, fühlen sie sich wie zu Hause. Wir glauben, dass der Standort selbst eine wesentliche Rolle bei diesem Gefühl der Zufriedenheit spielt: das Château de Maltot.
Kognitive Ermüdung und Arbeitsumgebungen: Was Großraumbüros nicht zeigen
Das Großraumbüro hat sich fast ohne Widerspruch als organisatorische Selbstverständlichkeit etabliert. Es wird unmittelbar mit Informationsfluss, der Erreichbarkeit von Teams und einer Form von Modernität am Arbeitsplatz assoziiert – das Bild ist ansprechend (ArchDaily, 2017). Und doch zeigt sich eine andere Realität, wenn wir uns den Arbeitsalltag genauer ansehen. Subtiler, weniger „spektakulär“, aber sehr real: kognitive Ermüdung. Sie tritt nicht plötzlich wie ein Zwischenfall auf. Sie schleicht sich ein und verwurzelt sich durch die Wiederholung kleiner Anstrengungen: konzentriert bleiben, Anforderungen bewältigen, mit Unvorhergesehenem umgehen – und dabei weiterhin qualitativ hochwertige Arbeit leisten.
Wänden ein Gedächtnis verleihen, um den Verkehrsfluss zu optimieren und das Arbeitserlebnis zu verändern
Was wäre, wenn sich Ihr Gebäude erinnern könnte? Heute leiden unsere Arbeitsräume unter einer Art wirtschaftlicher und organisatorischer Amnesie. Jeden Tag fangen sie bei Null an, beleuchten leere Etagen und heizen Geisterbüros, als hätten sie nichts aus dem Vortag gelernt. Doch ein tiefes Verständnis der Nutzerdynamik erweist sich angesichts der Immobilienkosten, die zwischen 10 und 20 Prozent der gesamten Arbeitskosten ausmachen (X. Baron, 2011), als unerlässlich. Vor diesem Hintergrund stellt sich eine doppelte Frage: Warum und wie?